Wenn aus Besorgnis ein Dauerzustand wird
- Frank Max
- vor 2 Tagen
- 9 Min. Lesezeit
Teil 3 der Alarmismus-Reihe: Wo normale Sorgen aufhören

Sorgen gehören zum Leben. Wer Verantwortung trägt, Unsicherheit erlebt oder vor einer schwierigen Entscheidung steht, denkt voraus. Problematisch wird das Sorgenmachen nicht dadurch, dass es unangenehm ist. Entscheidend ist vielmehr, ob Sie Ihre Sorgen noch einigermaßen steuern können – oder ob sie beginnen, immer mehr Lebensbereiche, Zeit und Aufmerksamkeit zu beanspruchen.
Vielleicht kennen Sie diesen Unterschied. Eigentlich wollten Sie nur kurz über eine berufliche Veränderung nachdenken. Eine Stunde später sind Sie bei Ihrer finanziellen Zukunft, Ihrer Gesundheit, den Kindern und der Frage angekommen, was eigentlich passiert, wenn in fünf Jahren alles ganz anders kommt. Der Anlass war konkret. Das Sorgen ist inzwischen überall.
"Wann hören normale Sorgen also auf – und wann lohnt es sich, genauer hinzusehen?"
Die kurze Antwort lautet: Sorgen werden besonders dann auffällig, wenn sie über längere Zeit an vielen Tagen präsent sind, sich nur schwer kontrollieren lassen, auf immer mehr Themen übergreifen und Schlaf, Konzentration, Wohlbefinden oder Alltag spürbar beeinträchtigen. Das bedeutet noch keine automatische Diagnose. Es sind aber gute Gründe, die eigene Belastung ernst zu nehmen.
EXECUTIVE SUMMARY – wenn Sie es eilig haben
Vier Fragen helfen bei der ersten Einordnung:
Breite: Dreht sich die Sorge um ein konkretes Problem – oder inzwischen um viele unterschiedliche Lebensbereiche?
Steuerbarkeit: Können Sie das Nachdenken unterbrechen und Ihre Aufmerksamkeit wieder anderen Dingen zuwenden?
Dauer: Kommen die Sorgen phasenweise – oder sind sie seit Wochen oder Monaten an sehr vielen Tagen präsent?
Beeinträchtigung: Leiden Schlaf, Konzentration, Beziehungen, Arbeit, Erholung oder Lebensqualität deutlich darunter?
Je mehr dieser Punkte zutreffen, desto weniger hilfreich ist der Satz „Ich mache mir eben viele Gedanken“. Dann kann eine fachliche Einordnung sinnvoll sein. Eine generalisierte Angststörung ist allerdings kein zwangsläufiges Endstadium von Stress oder häufigem Sorgen, sondern ein eigenständiges und von mehreren Faktoren beeinflusstes Störungsbild.
NORMALE SORGEN HABEN EINE FUNKTION
Sorgen sind zunächst eine Form geistiger Vorausplanung. Wenn Sie morgen ein schwieriges Gespräch führen müssen, ist es sinnvoll, mögliche Reaktionen durchzugehen. Wenn Ihr Arbeitgeber eine Reorganisation ankündigt, dürfen Sie überlegen, was das für Ihre Position bedeuten könnte. Wenn ein Familienmitglied erkrankt, wäre völlige Gedankenlosigkeit kaum ein Zeichen besonderer psychischer Gesundheit.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Sorge ich mich?“
Hilfreicher ist: „Was macht mein Sorgen mit mir – und führt es noch irgendwohin?“ Ein konstruktiver Gedankengang kann Informationen sortieren und irgendwann zu einer Entscheidung führen. Vielleicht führen Sie ein Gespräch, holen Informationen ein, verändern etwas oder entscheiden bewusst, zunächst abzuwarten.
Chronisches Sorgen funktioniert häufig anders. Es produziert immer neue Möglichkeiten, ohne einen klaren Endpunkt zu erreichen. Kaum ist eine Frage beantwortet, öffnet sich die nächste. Der Kopf beschäftigt sich dann intensiv mit einem Problem, ohne dass dadurch zwangsläufig mehr Klarheit entsteht.
WARUM UNSICHERHEIT DAS SORGEN SO GUT FÜTTERN KANN
Besonders schwierig sind Situationen, in denen etwas wichtig ist, wir aber noch nicht wissen, wie es ausgeht:
Ein Unternehmen kündigt 'strukturelle Veränderungen' an. Das Ergebnis steht noch nicht fest.
Ein Arzt untersucht etwas. Der Befund kommt erst nächste Woche.
Das erwachsene Kind meldet sich ungewöhnlich lange nicht.
Die wirtschaftliche Lage wird schwieriger, aber niemand weiß, was daraus konkret folgt.
Für den Verstand ist Unsicherheit eine offene Rechnung. Sorgen können dann der Versuch sein, diese Unsicherheit gedanklich doch noch unter Kontrolle zu bekommen.
Das fühlt sich zunächst sogar vernünftig an: Wenn ich nur lange genug über alle Eventualitäten nachdenke, bin ich besser vorbereitet.
Leider besitzt die Wirklichkeit die unangenehme Angewohnheit, sich nicht vollständig im Voraus berechnen zu lassen. Aus „Ich möchte vorbereitet sein“ kann deshalb unbemerkt „Ich muss jede mögliche Gefahr vorher durchdenken“ werden. Und das ist eine Aufgabe, mit der man ziemlich zuverlässig niemals fertig wird. Das musste auch ein deutscher Flughafenmanager während eines Coachings mit mir lernen. Er träumte von einem Drehbuch mit Lösungen für jedes evtl. auftretende Problem. Musste aber stattdessen lernen, dass es wichtiger und zukunftssicherer ist, Kompetenzen aufzubauen, die als Blanko-Ressourcen in vielen unterschiedlichen Situationen dienen können.
EIN ALLTAGSBEISPIEL: WENN DIE MAIL LÄNGST GESCHLOSSEN IST UND DIE BESORGNIS BLEIBT
Nehmen wir einen erfahrenen Mitarbeiter, der morgens eine Nachricht der Geschäftsführung erhält:
„Weitere organisatorische Anpassungen können nicht ausgeschlossen werden.“ Mehr weiß er zunächst nicht.
Es ist nachvollziehbar, dass er darüber nachdenkt. Vielleicht prüft er seine Situation, spricht mit einem Vorgesetzten oder aktualisiert vorsichtshalber seine Unterlagen.
Am Abend ist die Mail aber längst geschlossen – nur sein Kopf ist noch im Verteiler.
"Was, wenn seine Stelle wegfällt? Findet er mit 52 noch etwas Vergleichbares? Was wird dann mit dem Kredit? Was, wenn die wirtschaftliche Lage insgesamt schlechter wird? War das Ziehen im Bauch vorhin eigentlich nur Stress? Sollte er nicht vorsichtshalber einmal zum Arzt?"
Aus einer realen beruflichen Unsicherheit ist eine Kette möglicher Zukunftsgefahren entstanden. Ich höre immer von immer mehr Führungskräften, vor allem solchen mit gut dotierten "Alt-Verträgen", dass solche Szenarien bewusst geschaffen werden, um "teure alte Mitarbeiter rauszuekeln".
Genau hier lohnt sich die Unterscheidung zwischen einem Problem, das gelöst werden kann, und Sorgen, die vor allem weitere Sorgen produzieren.

DIE VIER MERKMALE, AUF DIE SIE ACHTEN KÖNNEN
Breite: Wenn die Sorge wandert
Normales Sorgen hat häufig einen erkennbaren Gegenstand. Sie beschäftigen sich beispielsweise mit einem Konflikt im Team.
Bei stärker generalisierten Sorgen wandert die Aufmerksamkeit dagegen leicht weiter: Beruf, Gesundheit, Familie, Geld, Zukunft, kleine alltägliche Fehler – immer findet sich ein neues Thema.
Das bedeutet nicht, dass jedes Wechseln des Sorgenthemas krankhaft wäre. Auffällig wird es, wenn Sorgen einen immer größeren Teil des Lebens besetzen und echte sorgenfreie Bereiche selten werden.
Steuerbarkeit: Wenn „Denk doch einfach an etwas anderes“ nicht mehr funktioniert
Fast jeder kann sich in einem Gedanken festbeißen. Bei dauerhaftem problematischem Sorgen ist jedoch häufig gerade die mangelnde Kontrollierbarkeit entscheidend. Man weiß vielleicht sogar, dass man im Moment nichts weiter tun kann – und denkt trotzdem weiter.
Deshalb greift der gut gemeinte Rat „Dann hör doch auf, dir so viele Gedanken zu machen“ ziemlich kurz. Er beschreibt das gewünschte Ergebnis, liefert aber keinen Weg dorthin.
Dauer: Wenn aus einer Phase ein Grundzustand wird
Sorgen nach einer schlechten Nachricht können einige Tage sehr präsent sein. Auch längere belastende Lebensphasen führen nicht automatisch zu einer Angststörung.
Anders sieht es aus, wenn die Besorgnis über viele Wochen und Monate an sehr vielen Tagen vorhanden bleibt und der Mensch kaum noch längere Phasen echter innerer Entwarnung erlebt.
Die diagnostischen Kriterien unterscheiden sich je nach verwendetem Klassifikationssystem in Details. Für den Alltag ist wichtiger: Eine schlechte Woche ist etwas anderes als ein zunehmend chronisches Muster.
Beeinträchtigung: Wenn Sorgen anfangen, das Leben zu organisieren
Dieser Punkt wird häufig unterschätzt.
Nicht allein die Intensität eines Gefühls entscheidet darüber, wie problematisch es ist. Entscheidend ist auch, welchen Preis Sie dafür bezahlen:
"Schlafen Sie schlechter? Können Sie sich schwerer konzentrieren? Sagen Sie Dinge ab, weil etwas passieren könnte? Müssen andere Sie immer wieder beruhigen? Kontrollieren Sie häufiger Nachrichten, Symptome, Kontostände oder E-Mails? Fällt es Ihnen schwer, wirklich Feierabend zu machen?"
Dann ist das Sorgen nicht mehr nur unangenehme Begleitmusik. Es beginnt, Verhalten und Lebensqualität mitzusteuern.
WAS HAT DIE AMYGDALA DAMIT ZU TUN?
An dieser Stelle taucht im Internet häufig ein sehr eingängiges Bild auf: Die Amygdala sei unser Rauchmelder, und bei dauerndem Stress löse sie ständig Fehlalarm aus. Als Metapher kann das hilfreich sein. Biologisch ist es allerdings etwas zu einfach:
Die Amygdala ist an der Verarbeitung emotional bedeutsamer und potenziell bedrohlicher Reize beteiligt. Sie arbeitet dabei jedoch nicht allein. Wahrnehmung und Bewertung von Gefahr entstehen aus dem Zusammenspiel mehrerer Hirnregionen und Körpersysteme, unter anderem mit Bereichen, die Aufmerksamkeit, Erinnerung, Körperwahrnehmung und bewusste Bewertung beeinflussen.
Wir besitzen also nicht irgendwo hinter der Stirn einen kleinen roten Alarmknopf, den man nur durch den richtigen Atemtrick wieder ausschalten müsste.
Trotzdem trifft die Rauchmelder-Metapher einen wichtigen Punkt: Ein System, das häufig mit Unsicherheit und potenzieller Bedrohung beschäftigt ist, kann auf mögliche Gefahren sehr aufmerksam werden.
Dann bemerken wir entsprechende Signale schneller:
Ein ungewöhnliches Körpergefühl.
Ein bestimmter Gesichtsausdruck des Chefs.
Eine Schlagzeile.
Ein Geräusch in der Nacht.
Eine Formulierung in einer E-Mail.
Und weil Aufmerksamkeit beeinflusst, was wir wahrnehmen, kann daraus ein Kreislauf entstehen: Wer Gefahr erwartet, entdeckt leichter Hinweise auf mögliche Gefahr – und diese Hinweise bestätigen wiederum das Gefühl, aufmerksam bleiben zu müssen. Der Rauchmelder ist damit nicht unbedingt „kaputt“. Vielleicht ist er schlicht empfindlicher eingestellt, als es für den aktuellen Alltag hilfreich wäre.
WANN KANN VON EINER GENERALISIERTEN ANGSTSTÖRUNG DIE REDE SEIN?
Eine generalisierte Angststörung ist mehr als „viel nachdenken“.
Typisch sind übermäßige und schwer kontrollierbare Sorgen und Ängste, die sich auf verschiedene Lebensbereiche beziehen und über längere Zeit bestehen. Hinzukommen können beispielsweise innere Unruhe, Muskelanspannung, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme, Müdigkeit und Schlafstörungen.
Wichtig ist das Wort können. Nicht jeder Mensch hat alle Symptome. Und einzelne Symptome wie schlechter Schlaf, Verspannungen oder Grübeln kommen bei sehr vielen Belastungszuständen vor.
Deshalb ist Selbstdiagnostik anhand eines Instagram-Beitrags, einer Checkliste oder eines einzelnen Artikels keine gute Idee.
Wenn Sie allerdings merken, dass Sorgen sehr viel Raum einnehmen, kaum noch steuerbar sind, sich auf immer mehr Themen ausdehnen und Ihren Alltag deutlich beeinträchtigen, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll. Angststörungen sind behandelbar. Früher hinzusehen ist meist hilfreicher, als jahrelang darauf zu hoffen, dass sich ein festgefahrenes Muster irgendwann von allein erledigt.
UND WAS IST MIT ALARMISMUS, WARNUNGEN UND KRISENMELDUNGEN?
Auch hier lohnt sich Genauigkeit. Es wäre unseriös zu behaupten, Warn-Apps, Medienberichte oder eine ungeschickt formulierte Vorstandsmail verursachten eine generalisierte Angststörung.
So einfach funktioniert die Entstehung psychischer Erkrankungen nicht.
Aber äußere Unsicherheit kann Material liefern, an dem sich ein bereits stark beanspruchtes Sorgensystem festhält. Deshalb dürfen zwei Aussagen gleichzeitig wahr sein. Eine Warnung kann sachlich sinnvoll sein.
Und ein Mensch kann durch die Summe aus persönlicher Belastung, Unsicherheit, ständiger Informationsverfügbarkeit und mangelnder Erholung trotzdem zunehmend angespannt reagieren.
Die entscheidende Frage ist deshalb weniger, ob die Welt genügend Anlass zum Sorgen bietet. Den wird sie vermutlich auch morgen noch liefern.
Interessanter ist, ob Ihr Kopf noch unterscheiden kann zwischen dem, was jetzt Aufmerksamkeit braucht – und dem, was Sie gedanklich gerade nur in ständiger Bereitschaft hält.
WAS KÖNNEN SIE SELBST BEOBACHTEN?
Eine kleine Frage kann dabei überraschend aufschlussreich sein:
„Hat mein Nachdenken gerade ein Ziel?“
Vielleicht lautet die Antwort: "Ja. Ich muss morgen eine Entscheidung treffen und sortiere meine Optionen." Dann kann das Nachdenken sinnvoll sein.
Vielleicht lautet sie aber auch: "Nein. Ich versuche zum siebten Mal herauszufinden, was passieren könnte, obwohl seit gestern keine neue Information hinzugekommen ist."
Dann haben Sie wahrscheinlich kein Informationsproblem mehr. Sie haben möglicherweise ein Regulationsproblem. Und das ist eine wichtige Unterscheidung, weil man beides nicht auf dieselbe Weise löst.
Wenn konkrete Informationen fehlen, braucht es Klärung.
Wenn der Körper und das innere Alarmsystem nicht mehr gut herunterfahren, kann es hilfreicher sein, nicht noch eine weitere gedankliche Runde einzulegen, sondern an der körperlichen Regulation anzusetzen.
Genau dafür eignet sich ein sehr einfacher Ansatz, den ich in einem eigenständigen Klar-im-Kopf-Beitrag beschreibe:
„Wie Sie Ihrem Körper wieder beibringen: Im Moment ist alles okay.“
[INTERNE VERLINKUNG ZU TEIL 3]
WENN DIE SORGE VOR ALLEM MIT IHRER BERUFLICHEN SITUATION ZUSAMMENHÄNGT
Manchmal ist die innere Unruhe sehr nachvollziehbar an eine konkrete berufliche Situation gebunden.
Sie wissen nicht, ob Ihre Position bestehen bleibt. Die Zusammenarbeit mit einem Vorgesetzten wird zunehmend schwierig. Verantwortlichkeiten verändern sich. Sie fragen sich, ob Sie bleiben oder gehen sollten, möchten aber weder vorschnell kündigen noch weitere Monate in einer belastenden Situation ausharren.
Dann lautet die erste Aufgabe häufig nicht: „Wie bekomme ich meine Angst weg?“
Sie lautet: „Was passiert hier eigentlich – und was davon kann ich beeinflussen?“
Genau dafür ist das Anker-Gespräch innerhalb der Durchhalte-Beratung gedacht. Wir sortieren die Lage, unterscheiden Tatsachen von Befürchtungen, klären persönliche Stopplinien und entwickeln einen überschaubaren Plan für die nächsten 14 Tage.
Das Anker-Gespräch ersetzt ausdrücklich keine Behandlung einer Angststörung. Wenn Sorgen viele Lebensbereiche erfassen, kaum noch kontrollierbar sind oder Sie psychisch deutlich beeinträchtigen, gehört die fachliche diagnostische und gegebenenfalls psychotherapeutische Abklärung an die erste Stelle.
Wenn Ihre nächste Frage dagegen lautet: „Wie gehe ich mit dieser konkreten beruflichen Situation jetzt vernünftig weiter um?“, kann das Anker-Gespräch der nächste sinnvolle Schritt sein.
Erst klären. Dann entscheiden.
Herzliche Grüße aus Düsseldorf
Frank MaxCoach für einen klaren Kopf
ÜBER DEN AUTOR
Frank Max arbeitet seit 2006 als Coach mit Menschen, die beruflich oder persönlich stark gefordert sind. Seit 2010 ist er Heilpraktiker für Psychotherapie. Ein Schwerpunkt seiner psychotherapeutischen Arbeit liegt auf Angststörungen und Traumafolgen. In seiner Arbeit verbindet er psychologische Einordnung mit einem pragmatischen Blick darauf, wie Menschen unter Belastung wieder mehr Klarheit, Selbstführung und Handlungsfähigkeit gewinnen können.
WICHTIGER HINWEIS
Dieser Artikel dient der Information und Sensibilisierung. Er ersetzt keine medizinische, psychologische oder psychotherapeutische Beratung, Diagnostik oder Behandlung. Wenn Ängste oder Sorgen stark ausgeprägt sind, lange anhalten oder Ihren Alltag erheblich beeinträchtigen, lassen Sie die Beschwerden bitte fachlich abklären.
WISSENSCHAFTLICHE QUELLEN UND WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): „Generalisierte Angststörung“. Die Patienteninformation erklärt verständlich die Abgrenzung zwischen normalen Ängsten und Sorgen und einer behandlungsbedürftigen generalisierten Angststörung sowie typische Beschwerden und Behandlungsmöglichkeiten.Gesundheitsinformation.de – Generalisierte Angststörung
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): „S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen“, Registernummer 051-028. Grundlage für Diagnostik- und Behandlungsempfehlungen zu Angststörungen im deutschsprachigen Versorgungskontext.AWMF – S3-Leitlinie Angststörungen, Version 2021
National Institute for Health and Care Excellence (NICE): „Generalised anxiety disorder and panic disorder in adults: management“, Clinical Guideline CG113. Ergänzende europäische Leitlinie zur Erkennung und Behandlung einer generalisierten Angststörung.NICE – Generalised anxiety disorder
Etkin A, Prater KE, Schatzberg AF, Menon V, Greicius MD: „Disrupted amygdalar subregion functional connectivity and evidence of a compensatory network in generalized anxiety disorder.“ Archives of General Psychiatry, 2009. Die Arbeit gehört zu den Studien, die zeigen, warum die populäre Vorstellung einer isoliert arbeitenden „Angstzentrale“ im Gehirn zu kurz greift: Bedrohungsverarbeitung findet in Netzwerken statt.PubMed – Etkin et al.


