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Lieber selber denken

„ich hab´ halt gedacht….“ Wie oft hören wir diese Worte, nachdem etwas so richtig schief gegangen ist? Diese Woche gibt es einen kleinen Tipp, wie Du entspannter mit den „Hinterher Denkern“ klar kommst.


"lieber selber denken" - helle Glühbirne


Viele Mitmenschen leben seit geraumer Zeit in einer persönlichen Seifenblase. Na gut, da das Konstrukt etwas stabiler ist, können wir auch an so eine bunte Plastikkugel denken, in denen manche Hamster durch die heimischen Stuben fegen. Doch während der Tierschutz gegen diese nicht artgerechte Haltung und Quälerei vorgeht, gibt es keine Institution, die uns Menschen vor Nicht- oder Spätdenkern in unserem Umfeld schützt. Wer kann noch selber denken? Manchmal frage ich mich, ob die Nicht- oder Spätdenker vielleicht viel schlauer sind als ich, weil sie ihre Hirne so schön auf Werkseinstellungen und originalverpackt durch die Arbeitswoche schonen, während ich immer mit- und vorausdenke(n muss). Wieso muss, weil es sonst meist Bruch gibt. Da werden wichtige Informationen nicht rechtzeitig oder gar nicht geliefert „ich dachte, das wäre klar…“ - aber wirklich selber denken? Fehlanzeige! Es werden Zusammenhänge nicht erkannt oder ignoriert „ach, ich wusste gar, dass ….“ Bis hin zu stundenlangen Diskussionen, ob nun Einhörner oder Minions auf den Geburtstagskuchen kommen, aber keiner daran denkt, Eier, Mehl und Backpulver auf den Einkaufszettel zu schreiben. „Man geht davon aus“ „Man verlässt sich darauf“ „Einer wird´s schon richten“ ... haben Vorbereitung / Vorsorge häufig völlig ersetzt. Wenn ich zu einem unbekannten Kunden oder Seminarort fahre, dann habe ich alle mir bekannten Ton- und Video-Adapter dabei, die Daten zusätzlich auf einem USB-Stick und einen Satz Kopiervorlagen. Zur Not kann ich also bei Kerzenschein arbeiten. Ich mache mir halt lieber vorher Gedanken, als mir hinterher Ausreden einfallen zu lassen. Da ich aber ziemlich alleine bin mit dieser Einstellung, stehe ich oft vor der Entscheidung: „Lasse ich die/den jetzt vor die Wand laufen und verkneife mir als Zeichen der Wertschätzung das fröhliche „Ole!“ zum Sidestep, oder löse ich wieder ein Problem, das jemand anders mir macht?“ Ich erinnere mich dann meist an Marshal D. Rosenbergs: Willst Du Recht haben oder Glücklich sein? und denke mit und weiter, um einen Beitrag zum beiderseitigen Erfolg zu leisten. Schließlich gibt es etwas, das noch schlimmer ist, als für die Neuhirn-Bewahrer zu denken und zu handeln: Nämlich sich hinterher das unausweichliche „ich hab´ halt gedacht….“ mit nachfolgendem Pseudobegründungs-Unsinn anzuhören. Mein Tipp daher: Denke auch im Sinne Rosenbergs und mach´s Dir leicht, indem Du zumindest das Allernötigste mit- und vorausdenkst und -handelst. Wenn dann doch mal was den Bach runtergeht, dann musst Du Dir wenigstens nicht vorwerfen lassen, das zugelassen zu haben, weil Du es hättest verhindern können. Herzliche Grüße aus Düsseldorf und ein schönes Wochenende, Frank Max, Coach, Autor, Einfach | Macher www.Frank-Max.com

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